Bullets Inside: Michael Unterlechner

In der 10. Ausgabe von Bullets Inside begrüßen wir Michael Unterlechner, Newcomer des Jahres 2013 und Kapitän des führenden Landesliga-Teams 2014. Er ist glücklich verheiratet und hat 2 Töchter im Alter von 3½ und 1½ Jahren. Beruflich ist er mit munter-it im IT-Sektor selbstständig.

PCAB: Wie hältst du dich abseits des Pokertisches fit? Was sind deine Hobbies?
Michael: Meine Kinder, die halten mich auf Trab und fit. Musik mache ich aktiv schon Jahre lang nicht mehr, hauptsächlich elektronische Musik mit Computer, Sequencer und ähnlichem. Passiv war ich früher total gerne auf etlichen Festln und Konzerten, heute kauf ich mir im Quartal 1-2 neue CDs.

PCAB: Wie bist du eigentlich zum Pokern gekommen?
Michael: 2007, dasselbe Jahr wie meine Selbstständigkeit, kurz davor war auch der große Hype und ich hab mir gedacht „anschaun kannst es ja mal“. Ich hab mich dann schlau gemacht im Internet, wo kann man mit welchen Limits anfangen und beschlossen, ich nehm mir ein Budget von 100 Euro im Jahr, mehr zahl ich nicht ein. Auf meiner ersten Plattform hab ich 50 Euro eingezahlt und innerhalb von 3 Monaten hatte ich dann 200. Ich habe dann immer wieder online gespielt und ein paar kleinere Gewinne gemacht aber nie was großes, changing life money war nie drinnen. 2012 habe ich dann festgestellt, es geht ganz einfach nicht, dass ich nur Bücher lese und Videos schau, ich muss mich mit jemandem austauschen, der das genauso gern betreibt. Ich hab niemanden entdeckt in meinem Freundeskreis, die haben das alles eher als lächerlich empfunden, also hab ich nach einem Club gesucht. Irgendwann bin ich auf die Bullets Homepage gestoßen und hab gesehen, die sind im 21. gleich um die Ecke, da schau ich mal hin. Ich hab angerufen, war dann als Gast da und jetzt bin ich fix da.

PCAB: Was macht für dich die Faszination Poker aus?
Michael: Die absolute Faszination ist, dass jede Runde selbst mit den gleichen Gegnern unterschiedlich ist, es ist nie exakt dieselbe Situation. Und man muss sich hin und her bewegen und auf das richtige Level des Gegners kommen, weil wenn der einer ist, dem es wurscht ist was er spielt, brauch ich nicht viel nachdenken, was er von meiner Hand halten könnte. Und der Risikofaktor wie „nun riskier ich mein ganzes Turnier“, eben der Thrill.

PCAB: Nachdem dein Team „Fifty Outs“ das letzte Jahr in der Wiener Landesliga nur im hinteren Mittelfeld beendet hat, habt ihr heuer einen beeindruckenden Start hingelegt und liegt nach 4 Spieltagen und bereits 2 Tagessiegen an der Tabellenspitze. Auch in der MVP-Wertung redet ihr mit, du selbst bist derzeit Dritter. Hattet ihr euch für heuer eine spezielle Strategie zu Recht gelegt und wie geht ihr die weitere Saison an?
Michael: Voriges Jahr war für uns ein eindeutiges Lehrjahr, weil wir den Modus Landesliga und vor allem auch die Gegner kennenlernen wollten. Wir sind also ziemlich erwartungslos an das Ganze herangegangen. Gegen Ende des Jahres haben wir dann gesagt „Burschn, nächstes Jahr reiß ma’s um!“ und wir haben damit begonnen es umzureißen, was bis jetzt funktioniert. Unser Credo ist – und das sag ich jedem meiner Teammitglieder in jeder Runde: „Spielt’s g’scheid!“ Weil wenn man Poker mit viel Intelligenz spielt, kommt man weiter als wenn man nur glaubt Karten und Glück regeln alles. Bei mir gibt es eigentlich immer nur eine Teamorder und die heißt „alle Final Table“ und das geht recht gut. Wir haben zwar noch ein paar Spieltage vor uns, es kann auch sicher noch einiges passieren, aber wir erhoffen uns einiges.

PCAB: Neben Texas Hold’em bist du auch ein großer Fan von Omaha. Welche Spielvariante gefällt dir aus welchen Gründen besser? Wo liegen deiner Meinung nach die Vor- bzw. Nachteile?
Michael: Im Turniermodus gefällt mir No Limit Texas Hold’em auf jeden Fall besser, im Cashgame-Modus hab ich Pot Limit Omaha lieber. Ich glaube, dass in Omaha die Leute viel mehr und viel länger kaufen als in Texas Hold’em, somit ist der Glücksfaktor ein anderer. Selbst wenn du noch am Flop die Nuts hattest, kann dich wer bis nach hinten ausgekauft haben und die Nuts waren genau nichts mehr wert. Beides macht mir live Spaß, aber ich bevorzuge doch No Limit Texas Hold’em.

PCAB: Abschließende Frage: mit welchen 3 Worten würdest du deinen Spielstil beschreiben?
Michael: Beherrscht, geduldig und berechnend.

PCAB: Alles Gute besonders für die heurige Landesliga und weiterhin ein gutes Blatt!

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